Acrylglas bearbeiten

Acrylglas ist allgemeine, herstellerunabhängige Bezeichnung für den Kunststoff PMMA. Man kann beim Acrylglas verarbeiten den Kunststoff kleben, schneiden, bohren, bedrucken, biegen, cnc fräsen, entfetten, färben, gießen, gravieren, lackieren, lasern, laserschneiden, mattieren, polieren, reinigen, reparieren, kanten, schneiden, sägen, tiefziehen, umformen, verformen und verbinden.

Entweder man verarbeitet Acrylglas mit den geeigneten Werkzeugen selber, oder man sucht sich einen passenden Dienstleister, der die Verarbeitung übernimmt.

Diese verfügen in der Regel über einen geeigenten Maschinenpark, um auch große Mengen Acrylgas am Stück zu verarbeiten.

Auf diesen Seiten soll es aber um das Acrylglas verarbeiten im DIY (Do ist yourself) gehen. Auf den Unterseiten haben wir Anleitungen und zum Teil Videos mit den wichtigsten Verarbeitungsmethoden zusammengestellt.​

Acrylglas ist frost-, hitzebeständig sowie UV-stabil. Acrylglas-Platten gibt es sowohl in strukturierter als auch mit glatter Oberfläche. Es gibt Variationen bei Farbe, Materialdicke und im Format.

Durch seine Witterungsbeständigkeit hat Acrylglas eine sehr lange Lebensdauer. Durch die  hohe Lichtdurchlässigkeit sind Acrylglasplatten prädestiniert für Freiland-Anwendungen, wie Wintergärten, Sicht- und Windschutz, Überdachungen, Balkonverkleidungen, usw..

Bei einer Temperatur von unter 5° Celsius sollte man Acrylglas nicht verarbeiten, da es dann leichter brechen oder reißen kann. Generell sollte man bei Acrylglasplatten die Schutzfolie immer erst nach der Verarbeitung entfernen, um Schäden am Material zu vermeiden.

Wenn Sie Acrylglasplatten verschrauben möchten, sollten Sie Kunststoffunterlegscheiben verwenden und die Schrauben dann nicht zu stark anziehen.

So lässt sich Acrylglas bearbeiten

Polymethylmethacrylat (Kurz: PMMA, umgangssprachlich Acrylglas oder Plexiglas) ist ein transparenter, thermoplastischer und synthetischer Kunststoff.

​Acrylglas ist bei Temperaturen von mehr als 100 °C plastisch verformbar. Diese Verformung ist dabei reversibel (von lat. reversus „umgekehrt“), d.h. die Verformung kann wieder rückgängig gemacht werden.

PMMA lässt sich auch gut spanabhebend bearbeiten, mit CO2-Lasern gravieren (z.B. für Praxisschilder) oder schneiden, denn Acrylglas ist kratzunempfindlicher als vergleichbare Thermoplaste.

Kleben und schweißen von Acrylglas ist ebenfalls sehr gut möglich. Es gibt dazu auch diese speziellen Acrylglaskleber.

Normaler Kleber sollte man eher nicht anwenden​.

Reinigung von Acrylgas nach dem verarbeiten

Acrylglas ist beständig gegen Säuren, Laugen mittlerer Konzentration, Benzin und Öl. So lässt es sich mit diesen Mitteln auch gut reinigen.

Ethanol, Aceton und Benzol greifen Acrylglas jedoch an. Daher dürfen Sie Acrylglas auch nicht mit Alkohol oder Lösungsmitteln reinigen. Dieses führt zu Spannungsrisskorrosion und der Kunststoff nimmt dauerhaft Schaden.

Das kann Handwerk und Industrie leisten

Auf Acrylglas verarbeiten haben sich auch viele Dienstleister in nahezu jeder mittelgroßen Stadt spezialisiert. Zum Einsatz kommen oft CNC-Bearbeitungsmaschinen, Laserschneidanlagen und Hochglanz-Diamantfräsen.

Damit sind der mechanischen Bearbeitung kaum Grenzen gesetzt. Neben Standardprodukten und Verarbeitungsschritten können Sie sich auch Spezialanforderung realisieren lassen.

Ob Prototyp, Sonderanfertigung oder Großserie: Ein professionaller Dienstleister kann Ihnen nahezu alles in Acryl realiesieren.

Lagerung von Acrylglas

Wer Acrylglas lagern möchte, sollte direkte Sonneneinstrahlung oder gar die pralle Sonne vermeiden. Die Hitze reicht bereits, um eine Materialverformung herbeizuführen. Am besten lagert man Acrylglasplatten auf einer flachen, sauberen Unterlage und deckt den Stapel mit einer lichtdichten Decke oder einem dicken Karton ab.

Entflammarkeit von Acrylglas

Acrylglas ist nach DIN 4102 als normal entflammbar eingestuft (Baustoffklasse B2). Wenn man Acryl anzündet, brennt es weiter bis es gelöscht ist oder der Kunststoff komplett verbrannt ist.