Acrylglas, Plexiglas & Co.

Acrylglas ist ein transparenter, sehr ästhetischer Kunststoff, der im Gegensatz zu Glas jedoch absolut bruchsicher ist. In unserem täglichen Leben begegnet uns Acryl nahezu überall, da es aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften vielerorts Verwendung findet.

​Auch wenn Acrylglas die Bezeichnung Glas in seinem Namen trägt, so ist es doch ein aus Polymethylmethacrylat bestehender, synthetischer Kunststoff, der in der Fachwelt in seiner Kurzform PMMA bekannt ist. Er ist ebenso wie Polycarbonat ein thermoplastischer Kunststoff.

Vor mehr als 80 Jahren wurde PMMA in Deutschland, Großbritannien und Spanien etwa zeitgleich entwickelt und kann heute mit Stolz auf eine revolutionäre Karriere zurückblicken. Ob im medizinischen Bereich oder als Acrylglasbilder, Plexiglas ist ein Material, das einen unverzichtbaren Platz in unserer Gesellschaft eingenommen hat.

Acrylglas überzeugt durch seine vielfältigen Eigenschaften

Aufgrund seiner außerordentlichen Stabilität, die es einem Anteil von Polycarbonat zu verdanken hat, wird Acrylglas sehr geschätzt. Es ist transparent, lichtdurchlässig und stellt einen idealen Glasersatz dar. Plexiglas hält zudem jeder Witterung stand. PMMA ist ferner resistent gegen Hitze und Säuren und macht es auf diese Weise zu einem universell einsetzbaren Kunststoff Werkstoff in nahezu allen Industriebereichen.

Die Möglichkeit seiner Einfärbung findet besondere Beachtung in der Herstellung der Acrylglasbilder, die durch optische Effekte und bunte Farben künstlerisch gestaltet werden. Auch als Bilderrahmen haben Acrylglasbilder längst den Markt in aller Welt erobert. Da PMMA zudem kostengünstiger als Glas ist, hat die Verarbeitung von Acryl eine hohe ökonomische Wertschätzung erzielt. UV-Beständigkeit, eine pflegeleichte Reinigung und die Tatsache, dass PMMA im Gegensatz zu Glas keine scharfen Kanten hat, runden sein perfektes Image ab.

Plexiglas Verarbeitungsmöglichkeiten

Den Verarbeitungsmöglichkeiten von Acrylglas sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Sie können es mit der Säge schneiden oder mit Kunststoffbohrern durchlöchern, ohne dass PMMA brechen wird. Plexiglas verträgt eine Verarbeitung mit Klebstoff ebenso gut wie Polituren oder Laserbehandlungen.

Auch der grafischen Gestaltung mit Acrylglas kommt eine große Bedeutung zu. So werden Sie häufig auf elegante Firmenschilder treffen, die aus Plexiglas bestehen und mit modernen Schriftzeichen und Logos versehen sind. Wahre Kunstwerke sind Acrylglasbilder, die durch ihre künstlerische Gestaltung und ihre schönen Farben begeistern.​

Selbstverständlich werden auch große, industrielle Platten aus Plexiglas hergestellt, die ganz nach individuellen Wünschen weiter verarbeitet werden können.

Das Multitalent Kunststoff und seine Einsatzmöglichkeiten

Acrylglas werden Sie auch zu Hause zahlreich begegnen. So kann Ihre Duschwand aus Acryl hergestellt sein ebenso wie ein Großteil Ihrer Bilderrahmen. Die Haushaltsgegenstände, bei der Polycarbonat in der Herstellung eine Rolle spielt, ließe sich beliebig fortsetzen. Pfeffermühlen oder Raumteiler, Kontaktlinsen, Zahnprothesen und die Abdeckungen der Armbanduhren werden zum großen Teil aus dem Kunststoff Acryl hergestellt.

Selbst die Halbleiterindustrie, Luftfahrttechnik und Automobilbranche verarbeiten Polycarbonat und Acryl Tag für Tag in ihren zahlreichen Produktionsstätten.

Ferner werden in Treibhäusern aus Plexiglas Salate und Gemüse für die menschliche Versorgung angepflanzt. Die Einsatzgebiete von Acrylglas fanden ihre Anfänge in den transparenten Deckeln der Plattenspieler. Auch die klassischen Schallplatten enthielten Polycarbonat. Doch Polycarbonat ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil moderner Tonträger.

Mit PMMA, dem Markennamen der Evonik Industries AG, verbinden sich daher nicht nur praktische Gebrauchsgegenstände, sondern auch Acrylglasbilder der ganz besonderen Art.

Acrylglas bzw. Plexiglas - Kurzsteckbrief​:

Plexiglas ist elfmal bruchsicherer als Glas, aber nur halb so schwer.

in Darmstadt ist es der größten Werke zur Herstellung von Plexiglas von Evonik beheimatet.

Plexiglas wird auf 4-5 mm großen Granulatkörnern hergestellt.

Bei einer Temperatur von 180° Celsius schmilzt das Granulat zu einer zähen Masse.

Im Extruder wird das Granulat aufgeschmolzen und durch zwei Walzen gepresst. Dieses Verfahren nennt man Extrusion, die Produkte daher z.b. Acrylglas XT. Gewellt, aber mit spiegelglatter Oberfläche kommt die ca. 90° warme Kunststoffmasse aus den Walzen. Nach dem Abkühlen wird es wieder glatt.

Plexiglas wurde in den 1920er Jahren von Otto Röhm in Darmstadt entwickelt.

Dieser Kunststoff wurde zunächst als splitterfreie Glasscheibe für Autos entwickelt.

1933 gelang der Durchbruch. Zufällig zerstört intensives Sonnenlicht eine Glasflasche mit dem neuen Kunststoff. Der Legende nach ist Otto Röhm so perplex, dass er das Material Plexiglas nennt.

Plexiglas kann gut recycelt werden. Es kann geschmolzen und neu bearbeitet werden.

Plexiglas ist ein spezielles Acrylglas, der Fachausdruck ist Polymethylmethacrylat (PMMA). Zudem ist es eine eingetragene Marke der Firma Evonik AG.

Dieser Kunststoff hat viele nützliche Eigenschaften. Er ist lichtdurchlässig und verformbar sowie bruchsicher.

PMMA hat eine höhere Lichtdurchlässigkeit und eine höhere Stabilität und bietet Schutz vor UV-Strahlung. Zudem gilt es als langlebig, witterungsbeständig und es vergilbt nicht.

Dieses Acrylglas lässt sich Millimetergenau sägen, bohren ohne zu zersplittern, fräsen, schleifen, polieren und glätten. Hier gibt es nähere Infos zur Verarbeitung von Acrylglas und Plexiglas.

Plexiglas ist ein thermoplastischer Kunststoff. Ab einer Temperatur von 180° Celsius lässt er sich problemlos verformen und dehnen. Nach dem Abkühlen wird er wieder richtig hart.

Ein wichtiger Bestandteil des Kunststoff-Granulats ist Erdöl. Da dieser Rohstoff nur begrenzt verfügbar ist, wird bereits intensiv an Alternativen mit nachwachsenden Rohstoffen geforscht. Eines der vielversprechenden Ersatzstoffe ist übrigens Zucker.

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